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Welcher Drucker für Wenigdrucker? Laser oder Tinte im Vergleich

Welcher Drucker für Wenigdrucker? Laser oder Tinte im Vergleich

Wer nur selten und fast nur Text druckt, ist mit einem Schwarzweiß-Laserdrucker oft gut beraten: Toner ist ein trockenes Pulver und trocknet nicht ein wie Tinte. Brauchen Sie Farbe oder Fotos, passt ein Tintenstrahldrucker. Dann helfen richtiges Ausschalten und gelegentliches Drucken, und bei Patronen mit integriertem Druckkopf bringt jede neue Patrone frische Düsen mit.

Warum trocknet Tinte ein, wenn man selten druckt?

Tintenstrahldrucker bringen flüssige Tinte durch sehr feine Düsen aufs Papier. Werden diese nicht geschützt, können sie austrocknen. HP warnt, dass die Düsen einer Patrone austrocknen und verstopfen können, wenn sie ungeschützt außerhalb des Druckers liegt. Außerdem rät HP, den Drucker stets über die Netztaste auszuschalten, um die Patronen vor dem Austrocknen zu schützen.

Damit die Düsen frei bleiben, pflegen sich Tintenstrahldrucker selbst. Brother beschreibt, dass bei seinen Geräten alle Druckkopfdüsen in programmierten Abständen gespült werden, bei den in der FAQ genannten Modellen etwa alle 45 Tage. Dabei verbraucht das Gerät eine kleine Menge Tinte, um Luftblasen, Staub und getrocknete Tinte zu entfernen. Brother bezeichnet diesen Reinigungsvorgang als bei allen Tintenstrahldruckern üblich. Auch Canon-Drucker reinigen sich je nach Zustand automatisch und verbrauchen dabei Tinte, möglicherweise in allen Farben. Für Wenigdrucker heißt das: Ein Teil der Tinte geht in die Pflege, auch wenn kaum gedruckt wird.

Laserdrucker für Wenigdrucker: Was spricht dafür?

Ein Laserdrucker arbeitet nicht mit flüssiger Tinte, sondern mit Toner. Brother spricht in seinen Handbüchern von Tonerpulver. Es gibt also keine Tintendüsen, die in langen Pausen eintrocknen. Für Briefe, Formulare oder Rechnungen ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker deshalb oft eine gute Wahl. Brauchen Sie farbige Dokumente, aber keine Fotos, kommt ein Farblaserdrucker infrage, der mit Toner in mehreren Farben arbeitet. Ob sich ein Laserdrucker zu Hause lohnt, lesen Sie im Beitrag Laserdrucker im privaten Haushalt.

Unbegrenzt haltbar ist aber auch Toner nicht. Brother rät, die Tonerkassette erst unmittelbar vor dem Einsetzen auszupacken, weil eine längere unverpackte Lagerung die Lebensdauer des Toners verkürzt. Bei vielen Modellen ist außerdem die Trommeleinheit ein eigenes Verbrauchsteil. Wie Sie Tinte und Toner richtig aufbewahren, erklärt der Beitrag Richtige Lagerung: So halten Tinte und Toner länger. Geräte finden Sie in unserer Kategorie Laserdrucker.

Tintenstrahldrucker für Wenigdrucker: Worauf sollten Sie achten?

Für Fotos und farbige Ausdrucke ist ein Tintenstrahldrucker die übliche Wahl. Wichtig für Wenigdrucker ist, wo der Druckkopf sitzt.

Patronen mit integriertem Druckkopf

Bei manchen Druckern sitzt der Druckkopf direkt auf der Patrone. Canon nennt diese Bauart FINE-Patrone: eine austauschbare Patrone, in die Druckkopf und Tintenbehälter integriert sind. Ein Beispiel ist die Canon PIXMA TS7450i, die laut unserem Katalog die Patronen Canon PG-560 und CL-561 verwendet. Auch bei der Serie HP DeskJet 2700 haben die Patronen eigene Düsen. Der Vorteil für Wenigdrucker: Mit jeder neuen Patrone setzen Sie einen neuen Druckkopf ein. Ist eine Patrone nach einer langen Pause eingetrocknet, kann eine neue Patrone das Problem beheben. Allerdings enthält die Farbpatrone mehrere Farben in einem Gehäuse.

Einzeltanks je Farbe

Bei Druckern mit Einzeltanks hat jede Farbe einen eigenen Tank, und Sie tauschen nur die Farbe, die leer ist. Der Druckkopf sitzt bei dieser Bauart in der Regel im Gerät, nicht auf der Patrone. Bei Tintentankdruckern ist das ebenso, der HP Smart Tank 510 hat zum Beispiel zwei Druckköpfe im Drucker. Trocknen die Düsen eines solchen Druckkopfs ein, helfen zunächst die Reinigungsfunktionen des Druckers; reicht das nicht, wenden Sie sich an den Hersteller-Service. Was bei eingetrockneten Patronen hilft, lesen Sie im Beitrag Druckerpatrone eingetrocknet.

So beugen Sie dem Eintrocknen vor

  1. Schalten Sie den Drucker immer über die Netztaste aus. Ziehen Sie den Stecker erst, wenn keine Betriebsgeräusche mehr zu hören sind.
  2. Lassen Sie die Patronen im Drucker. Für Drucker mit FINE-Patronen schreibt Canon, dass stets eine FINE-Patrone eingesetzt sein muss.
  3. Bewahren Sie Ersatzpatronen bis zur Verwendung in der versiegelten Originalverpackung auf, laut HP bei Raumtemperatur zwischen 15 und 35 °C.
  4. Drucken Sie in längeren Pausen ab und zu eine Seite, am besten mit allen Farben.
  5. Starten Sie die Druckkopfreinigung nur bei Bedarf. HP weist darauf hin, dass unnötige Reinigungen Tinte verschwenden und die Lebensdauer der Patronen verkürzen.
  6. Drucken Sie reine Textseiten in Graustufen auf Normalpapier. Brother erklärt für seine Geräte, dass sonst je nach Einstellung auch Farbtinte verbraucht wird.

Welcher Drucker passt zu Ihrem Bedarf?

Die Tabelle ordnet typische Wenigdrucker-Situationen einer Bauart zu. Sie ersetzt keinen Blick in die Ausstattung des einzelnen Modells.

Was Sie drucken Passende Bauart Darauf sollten Sie achten
Fast nur Text, wenige Seiten im Monat Schwarzweiß-Laserdrucker Toner ist ein Pulver ohne eintrocknende Düsen; Kassette erst kurz vor dem Einsetzen auspacken
Farbige Dokumente, aber keine Fotos Farblaserdrucker oder Tintenstrahldrucker Farblaser: Toner in mehreren Farben; Tinte: Pflegehinweise beachten
Text und ab und zu Farbe Tintenstrahldrucker mit Patronen Bei sehr seltenem Druck Patronen mit integriertem Druckkopf erwägen; über die Netztaste ausschalten
Gelegentlich Fotos Tintenstrahldrucker Passendes Fotopapier verwenden; auf die Tintenart des Modells achten
Regelmäßig viele Seiten, auch in Farbe Tintentankdrucker Eher kein Gerät für Wenigdrucker; Tanks und Flaschen brauchen ebenfalls Pflege
Zusätzlich scannen und kopieren Multifunktionsgerät der passenden Bauart Erst die Bauart nach Ihrem Druckbedarf wählen, dann die Ausstattung

Mehr zum Unterschied der Tinten lesen Sie im Beitrag Pigment- oder Farbstofftinte, mehr zu Tintentankgeräten im Ratgeber Tintentankdrucker: Vor- und Nachteile und zu Geräten mit Scanner im Ratgeber Multifunktionsdrucker kaufen. Tintenstrahlgeräte finden Sie in der Kategorie Tintenstrahldrucker.

Häufige Fragen

Welcher Drucker eignet sich für Wenigdrucker?

Das hängt davon ab, was Sie drucken. Für wenige Seiten Text ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker oft eine gute Wahl, weil Toner nicht eintrocknet wie Tinte. Für Farbe und Fotos passt ein Tintenstrahldrucker, den Sie über die Netztaste ausschalten und ab und zu benutzen.

Welcher Drucker ist der beste für Wenigdrucker?

Den einen besten Drucker gibt es nicht. Entscheidend sind Ihr Bedarf und die Bauart: Laser für reinen Text, Tinte für Farbe und Fotos. Bei Tinte können Patronen mit integriertem Druckkopf bei sehr seltenem Druck Vorteile haben.

Lohnt sich ein Laserdrucker für Wenigdrucker?

Für reinen Textdruck oft ja. Toner ist ein Pulver, es gibt keine Tintendüsen, die eintrocknen. Packen Sie Ersatzkassetten aber erst kurz vor dem Einsetzen aus, das empfiehlt Brother.

Warum trocknet mein Tintenstrahldrucker ein?

Mögliche Ursachen sind lange Pausen, Patronen, die ungeschützt außerhalb des Druckers lagen, oder ein Drucker, der nicht über die Netztaste ausgeschaltet wurde. Starten Sie eine Druckkopfreinigung; hilft das nicht, ersetzen Sie die Patrone oder wenden sich an den Service.

Quellen