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Tintentankdrucker: Vor- und Nachteile im Überblick

Tintentankdrucker: Vor- und Nachteile im Überblick

Ein Tintentankdrucker hat fest eingebaute Tintenbehälter, die Sie aus Flaschen nachfüllen, statt Patronen zu wechseln. Das passt zu Haushalten und Büros, die regelmäßig und viel drucken. Dem stehen eine meist höhere Anschaffung, sorgfältiges Nachfüllen und ein empfindlicher Transport gegenüber. Wer sehr selten druckt, sollte zudem an eintrocknende Düsen denken.

Wie funktioniert ein Tintentankdrucker?

Statt Patronen hat ein Tintentankdrucker fest eingebaute Behälter für jede Farbe. Beim HP Smart Tank 510 sind es zum Beispiel vier Farbbehälter für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Sie füllen die Tanks aus Tintenflaschen nach. Den Füllstand prüfen Sie mit einem Blick auf die Tanks: Canon, Epson und Brother nennen dafür Markierungen für Ober- und Untergrenze.

Beim Nachfüllen helfen die Flaschen: Bei Epson EcoTank läuft die Tinte, sobald die Flasche in der Öffnung der passenden Farbe steckt, und stoppt automatisch an der oberen Linie. Bei den Brother-Modellen DCP-T220 bis DCP-T426W steht die Flasche von selbst im Tank, bis sie leer ist oder die Maximalmarkierung erreicht ist. Die Druckköpfe sitzen im Gerät, nicht auf einer Patrone; HP Smart Tank arbeitet zum Beispiel mit zwei Druckköpfen, einem für Schwarz und einem für Farbe.

Bei der Ersteinrichtung wird ein Teil der Tinte gebraucht, um das System zu befüllen. Epson schreibt, dass die mitgelieferten Flaschen teilweise zum Aufladen des Druckkopfs genutzt werden und deshalb weniger Seiten schaffen können. Bei Canon fließt die Tinte aus den Tanks in den Drucker, der Füllstand scheint anfangs und nach einem Transport deshalb schnell zu sinken.

Welche Tintentankdrucker gibt es?

Epson, Canon, HP und Brother bieten Tintentankdrucker an. Die Tabelle nennt die Serien, je eine Besonderheit aus den Herstellerhandbüchern und führt zu unseren Übersichten mit Modellen und passender Tinte.

Hersteller Serie Besonderheit laut Hersteller Modelle und Tinte
Epson Epson EcoTank (ET) Tinte läuft beim Einsetzen der Flasche und stoppt an der oberen Linie (Serie ET-2810) Epson EcoTank
Canon Canon PIXMA G (MegaTank) Tintenbehälteranzeige vorn am Gerät mit Ober- und Untergrenze (Serie G6000) Canon PIXMA G
HP HP Smart Tank, HP Smart Tank Plus Vier Farbbehälter, zwei Druckköpfe im Gerät (Serie Smart Tank 510) HP Smart Tank
Brother Brother DCP-T Füllstand am Tankfenster, Flasche füllt selbstständig bis zur Maximalmarkierung (DCP-T220 bis DCP-T426W) Brother DCP-T

Ein Beispiel aus unserem Katalog: Der Epson EcoTank ET-2812 nutzt die Tintenflaschen Epson 104. Viele Tintentankdrucker sind Multifunktionsgeräte mit Scanner, etwa die HP Smart Tank 510 oder die Canon PIXMA G6000-Serie.

Welche Vorteile hat ein Tintentankdrucker?

  • Nachfüllen statt Patronenwechsel: Sie füllen die Tanks aus Flaschen auf. Restliche Tinte in der Flasche können Sie laut Epson später verwenden; HP empfiehlt, angebrochene Flaschen stehend an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren.
  • Füllstand auf einen Blick: Sie sehen am Tank, wie viel Tinte noch da ist, statt sich auf einen geschätzten Wert zu verlassen.
  • Ein Tank je Farbe: Sie füllen nur die Farbe nach, die zur Neige geht.
  • Ausgelegt auf größere Mengen: Tintentankdrucker sind für Haushalte und Büros gedacht, die regelmäßig drucken. Die Reichweite je Flasche nennen die Hersteller in Seiten.

Welche Nachteile haben Tintentankdrucker?

  • Höhere Anschaffung: Tintentankdrucker kosten in der Anschaffung meist mehr als einfache Patronendrucker. Ob sich das für Sie rechnet, hängt von Ihrer Druckmenge ab.
  • Nachfüllen mit Sorgfalt: Laut Canon kann beim Öffnen der Tankkappe Tinte herausspritzen, und Flecken auf Kleidung lassen sich möglicherweise nicht vollständig auswaschen. Die Flaschenfarbe muss zum Tank passen; hat man versehentlich Farben vermischt, rät Brother, den Kundendienst zu kontaktieren.
  • Nicht kippen: Canon warnt, dass Tinte auslaufen kann, wenn der Drucker nach der Einrichtung auf den Kopf oder auf die Seite gelegt wird. Epson empfiehlt, den Drucker bei Lagerung und Transport waagerecht zu halten, HP rät, ihn nicht zu kippen.
  • Nicht leer drucken: Wer mit zu niedrigem Tintenstand weiterdruckt, bei Canon und Epson also unterhalb der unteren Markierung, riskiert laut Canon, Epson und HP Schäden am Drucker. Brother erklärt, dass die Tinte unterhalb der unteren Linie verhindert, dass Luft den Druckkopf austrocknet und beschädigt.
  • Pflege bei seltenem Drucken: Auch Tintentankdrucker arbeiten mit Tintendüsen, die bei langen Pausen eintrocknen können. Brother empfiehlt, geöffnete Flaschen innerhalb von sechs Monaten zu verbrauchen. Canon empfiehlt, die Tanks mindestens einmal im Jahr bis zur Obergrenze aufzufüllen. HP rät, den Drucker stets über die Netztaste auszuschalten, damit die Druckköpfe nicht austrocknen.
  • Farbe auch beim Schwarzweißdruck: Laut Canon kann auch beim Schwarzweißdruck farbige Tinte verbraucht werden, und die Druckkopfreinigung verbraucht Farbe und Schwarz.

Typische Probleme und ihre Lösungen beim HP-Modell beschreibt der Beitrag HP Smart Tank: Probleme mit Tinte, Druckkopf oder Füllstand, das Befüllen bei Epson der Beitrag Epson: EcoTank befüllen.

Tintentankdrucker, Patronendrucker oder Laserdrucker?

Die Tabelle vergleicht die drei Bauarten nach Kriterien, die im Alltag zählen.

Kriterium Tintentankdrucker Patronendrucker Laserdrucker
Verbrauchsmaterial Tintenflaschen zum Nachfüllen fest eingebauter Tanks Tintenpatronen zum Wechseln Tonerkartusche, je nach Modell mit separater Trommeleinheit
Füllstand Sichtbar am Tank Schätzwert des Druckers Schätzwert des Druckers mit Warnung vor dem Ende
Typischer Einsatz Regelmäßiger Druck in Farbe und Schwarzweiß, auch größere Mengen Gelegentlicher Druck in Farbe Text und Dokumente; Farbe nur mit Farblaserdrucker
Seltenes Drucken Düsen können eintrocknen, Pflegehinweise beachten Düsen können eintrocknen Toner ist ein trockenes Pulver und trocknet nicht ein wie Tinte
Anschaffung (ohne Preise) Meist höher Je nach Modell Je nach Modell
Aufstellung und Transport Nicht kippen, waagerecht transportieren Hinweise im Handbuch beachten Hinweise im Handbuch beachten

Ob sich ein Laserdrucker zu Hause lohnt, lesen Sie im Beitrag Laserdrucker im privaten Haushalt. Wenn Sie nur selten drucken, hilft der Ratgeber Drucker für Wenigdrucker.

Für wen lohnt sich ein Tintentankdrucker?

  • Passt gut: Sie drucken regelmäßig und auch in Farbe, etwa Unterlagen für Schule, Verein oder Homeoffice.
  • Passt bedingt: Sie drucken viele Fotos. Achten Sie dann auf die Tinte des Modells, mehr dazu im Beitrag Pigment- oder Farbstofftinte.
  • Passt weniger: Sie drucken nur wenige Seiten im Monat oder fast nur Text. Dann wiegen die höhere Anschaffung und die Pflege bei langen Pausen stärker.

Worauf Sie beim Kauf eines Geräts mit Scanner sonst noch achten sollten, lesen Sie im Ratgeber Multifunktionsdrucker kaufen.

Häufige Fragen

Was sind die Nachteile eines Tintentankdruckers?

Die Anschaffung ist meist höher als bei einfachen Patronendruckern. Das Nachfüllen erfordert Sorgfalt, der Drucker darf nicht gekippt werden, und bei langen Druckpausen können die Düsen eintrocknen. Unterhalb der unteren Markierung sollten Sie nicht weiterdrucken.

Tintentankdrucker oder Laserdrucker: Was ist sinnvoller?

Für regelmäßigen Druck in Farbe passt ein Tintentankdrucker. Drucken Sie vor allem Text und eher selten, ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker eine Alternative, denn Toner ist ein trockenes Pulver und trocknet nicht ein wie Tinte.

Trocknet ein Tintentankdrucker ein?

Das kann passieren, denn auch Tintentankdrucker arbeiten mit Tintendüsen. Hersteller geben Pflegehinweise: HP rät, den Drucker stets über die Netztaste auszuschalten, Canon empfiehlt, die Tanks mindestens einmal im Jahr bis zur Obergrenze aufzufüllen.

Was ist der Unterschied zwischen EcoTank, MegaTank und Smart Tank?

Das sind die Seriennamen von Epson, Canon und HP. Das Prinzip ist gleich: Sie füllen fest eingebaute Tanks aus Flaschen nach. Unterschiede gibt es im Detail, etwa beim Befüllsystem oder bei den Druckköpfen.

Kann ich bei einem Tintentankdrucker jede Tinte verwenden?

Nein. Brother weist darauf hin, die Modellbezeichnung auf der Flasche zu prüfen, weil falsche Tinte das Gerät beschädigen kann. Canon rät, Tinte nicht mit Wasser oder anderer Tinte zu mischen.

Quellen