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Visitenkarten drucken leicht gemacht: So gestalten und drucken Sie Ihre eigenen professionellen Karten

Visitenkarten drucken leicht gemacht: So gestalten und drucken Sie Ihre eigenen professionellen Karten

Visitenkarten selber drucken können Sie mit jedem Tintenstrahl- oder Laserdrucker, der dickeres Papier verarbeitet. Sie brauchen eine Vorlage – etwa aus Word –, Karton oder Visitenkartenbogen für Ihren Druckertyp und die passende Papiersorte im Druckertreiber. Für kleine Mengen und häufige Änderungen ist das praktisch; Prägungen oder Lackierungen bleiben Sache der Druckerei.

Was brauche ich, um Visitenkarten selbst zu drucken?

  • einen Tintenstrahl- oder Laserdrucker, der die gewünschte Papierstärke verarbeitet,
  • genügend Tinte bzw. Toner, vor allem für farbige Flächen,
  • Karton oder vorgestanzte bzw. mikroperforierte Visitenkartenbogen,
  • eine Vorlage oder ein Gestaltungsprogramm,
  • zum Zuschneiden einen Papierschneider oder einen Cutter mit Metalllineal und Schneideunterlage.

Welches Papier eignet sich für Visitenkarten?

Für Visitenkarten nehmen Sie deutlich stärkeres Papier als Kopierpapier. Üblich sind zwei Wege:

  • Visitenkartenbogen: A4-Bogen mit vorgestanzten oder mikroperforierten Karten. Sie drucken alle Karten auf einmal und lösen sie danach heraus, ohne zu schneiden. Zum Bogen gehört eine passende Vorlage des Herstellers; Microsoft beschreibt zum Beispiel, wie Sie Avery-Vorlagen in Word verwenden.
  • Karton im A4-Format: Sie drucken mehrere Karten auf ein Blatt und schneiden sie selbst zu. Das ist flexibler, verlangt aber genaues Arbeiten.

Achten Sie auf zwei Angaben auf der Packung: das Druckverfahren (Tinte oder Laser) und das Papiergewicht in g/m². Vergleichen Sie das Gewicht mit dem Datenblatt Ihres Druckers. Epson nennt für den WorkForce WF-7830DTWF zum Beispiel ein passendes Papiergewicht von 64 bis 255 g/m². Matter Karton lässt sich mit dem Kugelschreiber beschriften, glänzender eignet sich eher für Fotos. Auch Strukturpapiere wie Leinenkarton sind möglich – machen Sie vorher einen Probedruck.

Wie gestalte ich eine Visitenkarte?

Eine gute Visitenkarte zeigt auf einen Blick, wer Sie sind und wie man Sie erreicht. Diese Elemente gehören dazu:

  • Logo: meist oben oder in einer Ecke.
  • Name und Position: gut lesbar, in der Nähe des Logos.
  • Firmenname und, falls vorhanden, Slogan.
  • Kontaktdaten: Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Website und bei Bedarf die Anschrift.
  • QR-Code oder Social-Media-Kanäle: dezent, zum Beispiel auf der Rückseite.

Für das Layout gilt: höchstens zwei Schriftarten, genug Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund und ausreichend Weißraum. Halten Sie mit Text und Logo einige Millimeter Abstand zum Kartenrand, denn beim Zuschneiden ist nicht jeder Schnitt millimetergenau. Logos und Fotos brauchen in der Druckgröße genug Pixel; Richtwerte erklärt der Beitrag DPI und Druckauflösung.

Beispiel einer Visitenkarten-Vorderseite: weißes prindo-Logo auf farbigem Hintergrund

Beispiel einer Visitenkarten-Rückseite: links das prindo-Logo, rechts Name, Firma, Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail und Social-Media-Symbole

Beispiel: Die Vorderseite zeigt nur das Logo, die Rückseite Name, Firma und Kontaktdaten.

Wie erstelle ich Visitenkarten mit einer Word-Vorlage?

  1. Öffnen Sie Word und klicken Sie auf Datei > Neu.
  2. Suchen Sie in den Vorlagen nach „business cards“ (Visitenkarten) und wählen Sie eine Vorlage. Für vorgestanzte Bogen nehmen Sie die passende Vorlage des Bogenherstellers.
  3. Ersetzen Sie Platzhaltertexte und Platzhalterbilder durch Ihre Angaben und Ihr Logo.
  4. Speichern Sie die Datei unter einem eigenen Namen.
  5. Drucken Sie zuerst eine Probe auf Normalpapier, wie in der Anleitung unten beschrieben.

Ohne installiertes Word geht es auch im Browser: Microsoft bietet kostenlose Visitenkarten-Vorlagen für Word für das Web an. Dort starten Sie den Druck mit Strg+P. Erscheint kein Druckdialog, öffnen Sie die angebotene PDF-Version und drucken aus dem PDF-Programm. Auch Online-Gestaltungsprogramme wie Canva bieten Visitenkarten-Vorlagen.

Visitenkarten selbst drucken: Schritt für Schritt

  1. Füllen Sie die Vorlage aus und prüfen Sie alle Angaben auf Tippfehler.
  2. Drucken Sie eine Seite auf Normalpapier und halten Sie sie gegen das Licht vor den Visitenkartenbogen. So sehen Sie, ob die Karten auf den Stanzungen sitzen.
  3. Legen Sie Karton bzw. Bogen so ein, wie es das Handbuch für dickes Papier vorsieht, und schieben Sie die Papierführungen an.
  4. Wählen Sie im Druckertreiber die passende Papiersorte und eine hohe Druckqualität. Beim HP Color LaserJet Pro MFP M479 liegt die Papiersorte zum Beispiel auf der Registerkarte „Papier/Qualität“. Drucken Sie PDF-Dateien in Originalgröße, ohne Anpassung an die Seite.
  5. Drucken Sie zuerst die Vorderseiten. Für die Rückseiten wenden Sie die Bogen von Hand und drucken erneut. HP sieht den manuellen beidseitigen Druck ausdrücklich für Papier vor, das die Duplexeinheit nicht unterstützt. Wie das genau geht, steht im Beitrag Duplexdruck einrichten.
  6. Lassen Sie Tintendrucke trocknen, bevor Sie stapeln oder schneiden.
  7. Schneiden Sie die Karten mit dem Papierschneider oder mit Cutter und Metalllineal zu bzw. lösen Sie sie aus dem Bogen.

Welcher Drucker eignet sich für Visitenkarten?

Grundsätzlich eignen sich Tintenstrahl- und Laserdrucker. Entscheidend ist, welches Papiergewicht der Drucker verarbeitet und wie er mit dickem Papier umgeht. Die Tabelle zeigt, worauf Sie achten sollten.

Kriterium Tintenstrahldrucker Laserdrucker
Papier Karton oder Bogen „für Inkjet“ Karton oder Bogen „für Laser“
Papiergewicht laut Datenblatt, z. B. Epson WorkForce WF-7830DTWF: 64 bis 255 g/m² laut Datenblatt oder Handbuch des Modells
Nach dem Druck Tinte muss trocknen, bevor Sie stapeln oder schneiden Toner ist fixiert, Sie können gleich schneiden
Papiersorte einstellen im Druckertreiber passend zum Karton im Druckertreiber, beim HP Color LaserJet Pro MFP M479 auf der Registerkarte „Papier/Qualität“
Rückseite Duplex-Automatik oft nur für Normalpapier, beim Epson WF-7830DTWF laut Datenblatt für Normalpapier in A4 und A3 – Karten von Hand wenden manueller beidseitiger Druck für Papier, das die Duplexeinheit nicht unterstützt (HP)

Drucken Sie mit einem Epson WorkForce WF-7830DTWF, finden Sie die passenden Druckerpatronen für den Epson WorkForce WF-7830DTWF direkt über die Geräteseite.

Visitenkarten selbst drucken oder drucken lassen?

Selbst drucken lohnt sich vor allem für kleine Mengen, für Tests und wenn sich Angaben oft ändern. Für große Auflagen und Veredelungen ist eine Druckerei sinnvoll.

Kriterium Selbst drucken Drucken lassen
Menge beliebig klein, z. B. ein Bogen mit zehn Karten Auflagen je nach Angebot der Druckerei
Änderungen jederzeit, ohne neue Bestellung neuer Auftrag nötig
Papier begrenzt durch das maximale Papiergewicht des Druckers Auswahl an Kartons je nach Anbieter
Veredelung (Prägung, Lack, Folie) nicht möglich je nach Druckerei möglich
Zeitaufwand Gestaltung, Druck und Zuschnitt Gestaltung, Bestellung und Lieferzeit
Kosten Papier sowie Tinte oder Toner abhängig von Auflage und Ausstattung

Welche Papiersorten es gibt und wann dickeres Papier sinnvoll ist, erklärt der Beitrag Druckerpapiere erklärt.

Häufige Fragen

Wie teuer ist es, Visitenkarten selbst zu drucken?

Die Kosten hängen von Papier, Tinte oder Toner und der Menge ab. Beim Selbstdruck bezahlen Sie nur das Material für die Bogen, die Sie tatsächlich drucken. Für große Auflagen lohnt sich ein Vergleich mit Angeboten von Druckereien.

Wie viele Visitenkarten sollte man drucken?

Beim Selbstdruck müssen Sie keinen Vorrat anlegen: Drucken Sie zunächst so viele, wie Sie in den nächsten Wochen brauchen, und drucken Sie bei Bedarf nach. Ein A4-Bogen ergibt zehn Karten im Format 85 × 55 mm.

Kann ich Visitenkarten auf normalem Papier drucken?

Für einen Probedruck ja. Normales Kopierpapier ist für Visitenkarten aber zu dünn und knickt leicht. Für fertige Karten nehmen Sie Karton oder Visitenkartenbogen, die Ihr Drucker verarbeiten kann.

Kann ich Visitenkarten kostenlos selbst gestalten?

Ja. Microsoft bietet kostenlose Visitenkarten-Vorlagen für Word an; in Word finden Sie Vorlagen unter Datei > Neu. Für den Druck brauchen Sie dann nur Papier sowie Tinte oder Toner.

Welches Format haben Visitenkarten?

In Deutschland ist das Format 85 × 55 mm üblich. Auf ein A4-Blatt (21 × 29,7 cm) passen davon zehn Stück in zwei Spalten und fünf Reihen.

Quellen