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Fotos drucken zuhause: Papier, Einstellungen, Drucker

Fotos drucken zuhause: Papier, Einstellungen, Drucker

Für Fotos zuhause brauchen Sie einen Tintenstrahl- oder Fotodrucker, passendes Fotopapier und die richtigen Einstellungen. Wählen Sie im Druckertreiber genau den Papiertyp, den Sie eingelegt haben, dazu eine hohe Druckqualität. Das Bild sollte bei der gewünschten Größe rund 300 dpi erreichen. Danach braucht der Ausdruck Zeit zum Trocknen.

Welches Fotopapier eignet sich für welchen Zweck?

Fotopapier hat eine beschichtete Druckseite, die die Tinte aufnimmt. Es gibt drei gängige Oberflächen: glänzend (Hochglanz), seidenmatt (auch Seidenglanz, Semi-gloss oder Luster genannt) und matt. Glänzendes Papier spiegelt stärker, mattes kaum; seidenmatt liegt dazwischen. Die üblichen Formate sind 10 × 15 cm, 13 × 18 cm und A4.

Bedrucken Sie immer die beschichtete Seite. Canon weist zum Beispiel bei seinem Fotoglanzpapier Plus II darauf hin, dass sich die Rückseite mit dem Logo nicht bedrucken lässt. Wie Sie das Papier einlegen und wie viele Blätter das Fach fasst, steht im Handbuch Ihres Druckers. Mehr über Papiersorten lesen Sie im Beitrag Druckerpapiere erklärt.

Zweck Papier Einstellung im Druckertreiber
Urlaubsfotos fürs Album Glänzendes Fotopapier, 10 × 15 cm Papiertyp des glänzenden Papiers, Qualität „Hoch“, randlos
Bild im Rahmen hinter Glas Mattes oder seidenmattes Fotopapier, 13 × 18 cm oder A4 Papiertyp des matten bzw. seidenmatten Papiers, Qualität „Hoch“
Collage, Einladung, Fotokalender Mattes Fotopapier, A4 Papiertyp des matten Papiers, Qualität „Hoch“, mit Rand
Probedruck für Ausschnitt und Helligkeit Normalpapier, A4 Papiertyp Normalpapier, Qualität „Standard“

Fotopapier in diesen Oberflächen und Formaten finden Sie in der Kategorie Fotopapier.

Welche Druckereinstellungen brauche ich für Fotos?

  1. Legen Sie das Fotopapier mit der beschichteten Seite so ein, wie es das Handbuch bzw. die Markierung am Papierfach zeigt.
  2. Öffnen Sie im Programm den Druckdialog und wählen Sie Ihren Drucker.
  3. Stellen Sie das Papierformat ein, zum Beispiel 10 × 15 cm.
  4. Wählen Sie den Papiertyp, der genau Ihrem Papier entspricht. Bei Canon heißt die Einstellung „Medientyp“, bei Epson „Papiersorte“.
  5. Stellen Sie die Druckqualität auf „Hoch“ oder die höchste angebotene Stufe.
  6. Aktivieren Sie bei Bedarf den randlosen Druck (siehe unten).
  7. Drucken Sie zunächst ein einzelnes Foto und prüfen Sie Farben und Bildausschnitt, bevor Sie viele Bilder drucken.

Warum der Papiertyp so wichtig ist, erklärt Epson: Der Drucker stellt sich auf die gewählte Papiersorte ein und passt die Tintendeckung daran an. Stimmt die Einstellung nicht, kann zu viel oder zu wenig Tinte auf dem Papier landen. Für sein eigenes Fotopapier nennt Epson die passende Einstellung direkt, etwa „Epson Premium Glossy“ für Premium-Hochglanz-Fotopapier. Weitere Tipps zum Treiber finden Sie unter Druckereinstellungen optimieren.

Welche Auflösung braucht ein Foto zum Drucken?

Ein gängiger Richtwert für Fotodrucke sind 300 dpi, bezogen auf die Größe, in der Sie drucken. Canon gibt für eine Druckauflösung von 300 dpi die ungefähren Pixelzahlen für A5 und A4 an. Die Werte für 10 × 15 cm und 13 × 18 cm sind nach derselben Rechnung ergänzt: Zentimeter geteilt durch 2,54, mal 300.

Druckformat Pixel bei 300 dpi (ca.)
10 × 15 cm 1.181 × 1.772 (rund 2,1 Millionen)
13 × 18 cm 1.535 × 2.126 (rund 3,3 Millionen)
A5 (14,8 × 21 cm) 1.748 × 2.480 (ca. 4,3 Millionen)
A4 (21 × 29,7 cm) 2.480 × 3.508 (ca. 8,7 Millionen)

Mehr Pixel bilden laut Canon feinere Details ab. Schneiden Sie ein Foto stark zu, bleiben weniger Pixel übrig; wer Ausschnitte drucken möchte, fotografiert deshalb besser mit hoher Pixelzahl. Die dpi-Angabe im Datenblatt des Druckers beschreibt dagegen, wie fein der Drucker die Tinte aufträgt, nicht die Auflösung Ihres Bildes. Mehr dazu erklärt der Beitrag DPI und Druckauflösung.

Wie drucke ich Fotos randlos?

Beim randlosen Druck vergrößert der Drucker das Bild leicht, sodass es etwas über die Papierkanten hinausreicht. So entsteht kein weißer Rand, ein schmaler Streifen am Bildrand wird aber nicht gedruckt. Canon nennt im Handbuch der PIXMA-TS5300-Serie diese Punkte:

  • Randlos geht nur mit bestimmten Papierformaten. Wählen Sie im Druckdialog ein Format mit dem Zusatz „Randlos“.
  • Weicht das Seitenverhältnis des Bildes vom Papier ab, fehlt ein Teil des Bildes. Schneiden Sie das Bild vorher passend zum Papierformat zu.
  • Je nach Papier kann die Druckqualität leiden oder es können Flecken am oberen und unteren Blattrand entstehen.
  • Auf Normalpapier empfiehlt Canon den randlosen Druck nicht.

Ein Beispiel für das Seitenverhältnis: 10 × 15 cm entspricht 2:3. Viele Smartphones fotografieren standardmäßig im Verhältnis 3:4. Ein solches Bild wird auf 10 × 15 cm an zwei gegenüberliegenden Seiten beschnitten, wenn Sie es nicht vorher selbst zuschneiden.

Wie lange müssen gedruckte Fotos trocknen?

Frisch gedruckte Fotos sind empfindlich. Canon nennt für sein Fotoglanzpapier Plus II (PP-201) diese Schritte:

  1. Nehmen Sie bei mehreren Fotos jedes Blatt aus dem Papierausgabefach, statt die Blätter dort zu stapeln.
  2. Legen Sie die Blätter so aus, dass sich die bedruckten Flächen nicht überlappen, und lassen Sie sie rund 24 Stunden trocknen.
  3. Müssen Sie früher stapeln, lassen Sie die Blätter etwa 15 Minuten trocknen und legen Sie Normalpapier, zum Beispiel Kopierpapier, zwischen die Fotos. Den Stapel lassen Sie dann rund 24 Stunden trocknen.
  4. Trocknen Sie Fotos nicht mit dem Föhn und nicht in direkter Sonne.

Stecken Sie Fotos erst in Alben, Hüllen oder Rahmen, wenn sie vollständig trocken sind. Sonst können die Farben laut Canon ausbluten oder sich verfärben. Vermeiden Sie Fingerabdrücke und Kratzer auf der bedruckten Seite. Für die Aufbewahrung empfiehlt Canon Alben, Hüllen oder Glasrahmen bei Raumtemperatur, ohne Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und direkte Sonne. Andere Papiere können andere Trockenzeiten haben; beachten Sie die Hinweise auf der Packung.

Welcher Drucker eignet sich für Fotos?

Für Fotos auf Fotopapier nutzen Sie einen Tintenstrahldrucker. Das meiste Fotopapier für zuhause ist für Tintenstrahldrucker gemacht; das erkennen Sie an Angaben wie „Inkjet“ auf der Packung. Ob Ihr Drucker mit Farbstoff- oder Pigmenttinte arbeitet, wirkt sich auf das Ergebnis aus, siehe Pigment- oder Farbstofftinte.

Für Abzüge im Postkartenformat gibt es kompakte Fotodrucker, die nur Fotos drucken. Was sie können, lesen Sie im Beitrag Alles über Fotodrucker; Geräte finden Sie unter Fotodrucker. Für unterwegs gibt es mobile Mini-Fotodrucker, siehe Mobile Drucker. Laserdrucker eignen sich für Bilder in Dokumenten auf Normalpapier; Fotopapier für Tintenstrahldrucker gehört nicht hinein.

Häufige Fragen

Wie kann ich Fotos zuhause drucken?

Legen Sie Fotopapier in einen Tintenstrahl- oder Fotodrucker, wählen Sie im Druckdialog Papierformat und Papiertyp passend zum Papier und stellen Sie eine hohe Qualität ein. Prüfen Sie vorher, ob das Bild für die Größe genug Pixel hat, und lassen Sie die Fotos danach trocknen.

Welches Papier ist für Fotos geeignet?

Fotopapier mit beschichteter Druckseite, das zu Ihrem Druckertyp passt. Glänzendes Papier spiegelt stärker, mattes kaum, seidenmatt liegt dazwischen. Wichtig ist, dass Sie im Treiber genau diesen Papiertyp einstellen.

Welche Einstellungen brauche ich für Fotos?

Papierformat wie das eingelegte Papier, Papiertyp bzw. Medientyp passend zum Fotopapier und die höchste Druckqualität. Für Fotos ohne weißen Rand wählen Sie ein Format mit dem Zusatz „Randlos“.

Kann ich Fotos in 30 × 40 cm zuhause drucken?

Nur mit einem Drucker, der Papier über A3 hinaus verarbeitet, denn A3 ist nur 29,7 cm breit. Bei 300 dpi braucht das Bild für 30 × 40 cm rund 3.543 × 4.724 Pixel. Mehr zum Großformat lesen Sie unter Der A3-Drucker erklärt.

Wie drucke ich Fotos wie ein Sofortbild?

Den typischen Look von Sofortbildern, etwa von Polaroid, legen Sie in einer Bildbearbeitung oder App an: quadratisches Bild mit breiterem Rand unten. Drucken Sie es mit Rand auf Fotopapier, zum Beispiel 10 × 15 cm, und schneiden Sie es zu. Alternativ drucken mobile Mini-Fotodrucker kleine Abzüge direkt vom Smartphone.

Quellen