Ein Laserdrucker passt, wenn Sie vor allem Text drucken, viele Seiten brauchen oder nur gelegentlich drucken: Er druckt schnell und scharf, und Toner trocknet nicht ein. Ein Tintenstrahldrucker passt, wenn Sie Fotos und farbige Dokumente drucken. Wer regelmäßig viel in Farbe druckt, sollte zusätzlich Tintentankdrucker vergleichen, die Sie aus Flaschen nachfüllen.
Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker: Was ist besser?
Keine der beiden Techniken ist grundsätzlich besser. Es kommt darauf an, was Sie drucken, wie viel und wie oft. Die Tabelle ordnet typische Situationen der passenden Bauart zu, mit dem Tintentankdrucker als dritter Möglichkeit. Die Einordnung stützt sich auf den Ratgeber „Drucker im Test“ der Stiftung Warentest.
| Ihr Bedarf | Passende Bauart | Warum |
|---|---|---|
| Vor allem Text: Briefe, Formulare, Rechnungen | Schwarzweiß-Laserdrucker | Laserdrucker drucken Text schärfer und meist licht- und wasserbeständiger als Tintendrucker. Ein Schwarzweiß-Gerät kommt mit einem Toner aus. |
| Viele Seiten, etwa im Büro oder für Arbeitsblätter | Laserdrucker | Laserdrucker arbeiten in der Regel sehr schnell, auch bei vielen Seiten. |
| Regelmäßig viel in Farbe | Tintentankdrucker oder Farblaserdrucker | Tinte aus Flaschen kann die Druckkosten gegenüber Patronen deutlich senken. Ein Farblaserdrucker druckt auch Farbseiten in der Regel sehr schnell, für Fotos eignet er sich weniger. |
| Selten, mit wochenlangen Pausen | Laserdrucker | Toner trocknet nicht ein. Tintendrucker spülen ihre Druckköpfe mit Tinte durch und verbrauchen so auch Tinte, wenn sie nichts drucken. |
| Fotos auf Fotopapier, auch randlos | Tintenstrahldrucker | Beim Fotodruck können Laserdrucker nicht mit guten Tintendruckern mithalten. Randlos drucken viele Tintenstrahler, Laserdrucker nicht. |
| Farbige Dokumente und Grafiken, kaum Fotos | Tintenstrahl- oder Farblaserdrucker | Beide drucken in Farbe auf Normalpapier. Entscheidend sind Druckmenge und Häufigkeit. |
| Wenig Platz | Tintenstrahldrucker | Bei vergleichbarer Ausstattung sind Laserdrucker sperriger. |
| Auch scannen und kopieren | Multifunktionsgerät der passenden Bauart | Multifunktionsgeräte gibt es mit Tinten- und mit Lasertechnik. Wählen Sie zuerst die Technik, dann die Ausstattung. |
Geräte beider Bauarten finden Sie in den Kategorien Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und Multifunktionsdrucker.
Wie unterscheiden sich Laser- und Tintenstrahldrucker technisch?
- Tintenstrahldrucker: Ein Druckkopf fährt über das Papier und setzt das Bild aus winzigen Tintentröpfchen zusammen. Die Tinte kommt aus Patronen oder, beim Tintentankdrucker, aus eingebauten Tanks, die Sie aus Flaschen nachfüllen.
- Laserdrucker: Ein Laserstrahl belichtet eine elektrisch geladene Bildtrommel. Ein schnell rotierender Spiegel führt ihn dabei Zeile für Zeile über die Trommel. Das Tonerpulver haftet an den belichteten Stellen, wird auf das Papier übertragen und mit Hitze und Druck fixiert.
Auch ein Laserdrucker baut das Bild also Zeile für Zeile auf, nur fährt dabei kein Druckkopf über das Papier. LED-Drucker arbeiten ebenfalls mit Toner, belichten die Trommel aber mit einer Leiste aus Leuchtdioden, mehr dazu im Beitrag Unterschied zwischen Laser- und LED-Drucker. Weitere Bauarten vom Nadel- bis zum Thermodrucker stellt der Überblick Druckerarten vor.
Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker fürs Büro?
Im Büro zählen meist Tempo, viele Textseiten und ein Gerät, das nach dem Wochenende oder dem Urlaub sofort druckt. Das sind die Stärken des Laserdruckers: Laut Stiftung Warentest arbeitet er in der Regel sehr schnell, druckt Text besonders scharf und kann lange ungenutzt stehen, ohne einzutrocknen. Ein Tintenstrahl- oder Tintentankdrucker passt ins Büro, wenn viel in Farbe oder mit Bildern gedruckt wird oder wenig Platz da ist.
So finden Sie den passenden Drucker für ein kleines Büro:
- Schätzen Sie, wie viele Seiten Sie im Monat drucken und wie viele davon farbig sind.
- Legen Sie fest, ob Schwarzweiß genügt. Für reine Textarbeit reicht ein Schwarzweiß-Laserdrucker.
- Entscheiden Sie, ob Sie auch scannen, kopieren oder faxen. Dann wählen Sie ein Multifunktionsgerät, für mehrseitige Vorlagen mit automatischem Vorlageneinzug.
- Drucken mehrere Personen, wählen Sie ein netzwerkfähiges Gerät. Über LAN oder WLAN drucken dann mehrere Rechner auf demselben Drucker.
- Achten Sie auf automatischen beidseitigen Druck (Duplex) und eine Papierkassette, die zu Ihrer Druckmenge passt.
- Vergleichen Sie im Datenblatt Druckgeschwindigkeit, Reichweite von Toner oder Tinte und die Leistungsaufnahme.
- Planen Sie den Standort. Große, viel genutzte Bürodrucker stellen Sie vorsorglich in einen eigenen Raum, mehr dazu weiter unten.
Brauchen Sie Formate größer als A4, lesen Sie den Beitrag A3-Drucker.
Welcher Drucker passt für zuhause?
Zuhause entscheidet vor allem, wie regelmäßig Sie drucken. Für Gelegenheitsdrucker ist laut Stiftung Warentest ein Laser meist die bessere Wahl, denn er arbeitet auch nach monatelangem Stillstand zuverlässig. Für Fotos, Bastelvorlagen oder viele farbige Schulunterlagen passt ein Tintenstrahl- oder Tintentankdrucker. Ausführlich lesen Sie das in den Beiträgen Lohnt sich ein Laserdrucker im privaten Haushalt? und Fotodrucker.
Schwarzweiß-Laser, Farblaser oder Multifunktionsgerät?
- Schwarzweiß-Laserdrucker: ein Toner für Briefe, Formulare und Unterlagen aus Schule, Studium oder Homeoffice.
- Farblaserdrucker: vier Toner in Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb für farbige Dokumente und Grafiken auf Normalpapier. Für Fotos auf Fotopapier ist er nicht gedacht.
- Multifunktionsgerät: druckt, scannt und kopiert, manche Modelle faxen zusätzlich. Mit WLAN drucken Sie auch vom Smartphone oder Tablet.
Welche laufenden Kosten haben Laser- und Tintenstrahldrucker?
Wie teuer eine Seite wird, hängt stark vom Modell ab. Diese Punkte entscheiden:
- Kosten pro Seite: Teilen Sie den Preis von Patrone, Tintenflasche oder Toner durch die Reichweite in Seiten, die der Hersteller angibt. Wie viele Seiten Sie tatsächlich schaffen, hängt davon ab, wie stark Ihre Seiten bedruckt sind. Mehr dazu im Beitrag Was bedeutet die Deckung beim Drucken?
- Tinte für die Pflege: Tintendrucker spülen ihre Druckköpfe gelegentlich mit Tinte durch, damit sie nicht verstopfen. Diese Kosten entstehen auch ohne Druck und sind laut Stiftung Warentest je nach Modell extrem unterschiedlich.
- Tintentank: Tinte aus Flaschen kann die Druckkosten gegenüber Patronen deutlich senken. Wer sehr viel druckt, sollte laut Stiftung Warentest ein Gerät mit geringen Folgekosten wählen, auch wenn es in der Anschaffung zunächst teurer ist.
- Toner und Trommel: Ein Laserdrucker braucht je nach Modell neben dem Toner eine eigene Trommeleinheit. Bei manchen Modellen steckt sie in der Tonerkartusche.
Beim Strom unterscheiden sich die Bauarten deutlich, denn ein Laserdrucker fixiert den Toner mit Hitze. Zwei Beispiele aus den Datenblättern von Brother:
| Betriebszustand | Laserdrucker Brother HL-L2350DW | Tintenstrahl-Multifunktionsgerät Brother DCP-J1200W |
|---|---|---|
| Drucken bzw. Kopieren | ca. 460 W beim Drucken | ca. 13 W beim Kopieren |
| Bereitschaft | ca. 48 W | ca. 2,5 W |
| Energiesparmodus | ca. 6 W, im Tiefschlaf ca. 0,6 W | ca. 0,8 W |
Wie viel Strom im Alltag zusammenkommt, hängt davon ab, wie lange ein Gerät druckt und wie lange es wartet. Die Werte für Ihr Wunschmodell stehen im Datenblatt, meist unter „Leistungsaufnahme“ oder „Stromverbrauch“.
Sind Laserdrucker schädlich für die Gesundheit?
Laserdrucker stoßen beim Drucken winzige Partikel aus, wie viele andere Geräte auch. Nach Angaben des Umweltbundesamts geben moderne Laserdrucker nur noch wenig Ozon ab, Feinstaub und flüchtige organische Stoffe sind deutlich zurückgegangen. Ausreichend deutliche Hinweise auf Erkrankungen, die durch Drucker verursacht werden, zeigen die einschlägigen Studien laut Amt nicht. Vorsorglich sollten große Bürodrucker in separaten Räumen stehen. Was Sie zuhause und im Büro tun können, lesen Sie im Beitrag Feinstaubfilter für Drucker.
Häufige Fragen
Was ist besser: Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?
Das hängt von Ihrem Druckverhalten ab. Für viel Text, große Mengen und seltenes Drucken passt ein Laserdrucker, für Fotos und Farbe ein Tintenstrahldrucker. Wer regelmäßig viel in Farbe druckt, vergleicht zusätzlich Tintentankdrucker.
Welcher Drucker eignet sich für Wenigdrucker?
Meist ein Laserdrucker. Laut Stiftung Warentest arbeitet er auch nach monatelangem Stillstand zuverlässig, während bei Tintendruckern der Druckkopf eintrocknen kann. Ein geschlossenes Papierfach verhindert außerdem, dass das Papier in den Pausen verstaubt.
Welcher Drucker eignet sich für Fotos?
Ein Tintenstrahldrucker. Auf geeignetem Fotopapier können gute Tintendrucker laut Stiftung Warentest hervorragende Fotodrucke liefern, Laserdrucker können hier nicht mithalten. Mehr dazu im Beitrag Fotodrucker.
Welcher Drucker eignet sich für Lehrkräfte?
Für viele Arbeitsblätter in Schwarzweiß passt ein Schwarzweiß-Laserdrucker: Er druckt schnell, und in den Ferien trocknet nichts ein. Für viele farbige Unterlagen kommen ein Farblaser- oder ein Tintentankdrucker infrage. Wer Vorlagen auch kopieren und scannen möchte, wählt ein Multifunktionsgerät.
Sind die Druckkosten beim Laserdrucker niedriger?
Nicht automatisch. Entscheidend sind Preis und Reichweite von Toner, Patrone oder Tintenflasche des jeweiligen Modells. Tinte aus Flaschen kann die Druckkosten gegenüber Patronen deutlich senken, und Tintendrucker verbrauchen zusätzlich Tinte für die Reinigung. Teilen Sie für jedes Modell, das Sie vergleichen, den Preis durch die Reichweite.
Quellen
- Stiftung Warentest: Drucker im Test – Laser oder Tinte
- Stiftung Warentest: Drucker im Test – Passenden Drucker kaufen, Druckkosten senken
- Umweltbundesamt: Emissionen von Laserdruckern und gesundheitliche Bewertung
- Brother: Spezifikationen HL-L2350DW (Leistungsaufnahme)
- Brother: Technische Daten DCP-J1200W (Leistungsaufnahme)